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Wann sollte mein Tier zum Tierarzt? Wichtige Warnzeichen bei Hund und Katze

8. März 2026

Illustration von Hund und Katze mit Warnsymbolen und einer tieraerztlichen Checkliste zu Warnzeichen.

Als Tierhalter kennt man sein Tier meist sehr gut. Kleine Veränderungen im Verhalten oder in der Gesundheit fallen deshalb schnell auf. Doch nicht immer ist sofort klar, wann ein Tierarztbesuch wirklich notwendig ist.

Als mobiler Tierarzt in Berlin erlebe ich häufig, dass Tierhalter unsicher sind, ob sie schon handeln sollten oder noch abwarten können. Grundsätzlich gilt: Lieber einmal zu früh nachfragen als zu spät.

Die folgenden Warnzeichen sollten ernst genommen werden.

1. Appetitlosigkeit

Wenn dein Tier plötzlich nicht mehr frisst, kann das viele Ursachen haben.

Bei Katzen ist besondere Vorsicht geboten: Bereits 24 Stunden ohne Futter können problematisch werden.

Bei Hunden sollte ebenfalls aufmerksam beobachtet werden, vor allem wenn zusätzlich Symptome wie Erbrechen, Durchfall oder Mattigkeit auftreten.

2. Erbrechen oder Durchfall

Gelegentliches Erbrechen oder Durchfall kann harmlos sein.

Wenn die Symptome jedoch mehrmals auftreten, länger als 24 Stunden anhalten oder dein Tier zusätzlich schwach wirkt, sollte eine tierärztliche Untersuchung erfolgen.

Besonders bei Welpen, Kitten oder älteren Tieren kann Flüssigkeitsverlust schnell gefährlich werden.

3. Lahmheit oder Schmerzen

Wenn dein Tier plötzlich humpelt, sich ungern bewegt oder Schmerzen zeigt, sollte die Ursache abgeklärt werden.

Manchmal handelt es sich nur um eine leichte Überlastung – in anderen Fällen können Verletzungen, Gelenkprobleme oder Fremdkörper dahinterstecken.

4. Veränderungen im Verhalten

Plötzliche Veränderungen können ein wichtiges Warnsignal sein. Dazu gehören zum Beispiel:

  • ungewöhnliche Müdigkeit
  • Rückzug oder Verstecken
  • Aggressivität oder Unruhe
  • ungewöhnliche Lautäußerungen

Gerade bei Katzen sind Verhaltensänderungen oft ein erstes Zeichen für Schmerzen oder Krankheit.

5. Probleme beim Urinieren oder Kotabsatz

Wenn dein Tier Schwierigkeiten beim Wasserlassen hat, häufiger auf die Toilette geht oder Blut im Urin zu sehen ist, sollte das zeitnah untersucht werden.

Vor allem bei Katern kann eine Harnröhrenverstopfung lebensbedrohlich sein.

6. Husten oder Atemprobleme

Anhaltender Husten, schnelle Atmung oder Atemnot sollten immer ernst genommen werden. Diese Symptome können auf Infektionen, Herzprobleme oder andere Erkrankungen hinweisen.

7. Wunden oder Verletzungen

Auch kleinere Verletzungen können sich entzünden. Bei Bisswunden, tiefen Schnitten oder starken Schwellungen ist eine tierärztliche Behandlung wichtig.

Wann lieber früher handeln

Du kennst dein Tier am besten. Wenn du das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt, lohnt sich eine Abklärung.

Viele Untersuchungen lassen sich auch bei einem Tierarzt-Hausbesuch in der vertrauten Umgebung durchführen, was für viele Tiere deutlich weniger Stress bedeutet.